28.03.11 19:02 Uhr

 

Wechseljahre

Mit den Wechseljahren steigt das Thromboserisiko

Quelle: djd

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Ausdruck

Der Zustand der Gefäße ist entscheidend für die Gesundheit. Deshalb messen viele Deutsche regelmäßig ihren Blutdruck und versuchen, Arteriosklerose mit einer entsprechenden Ernährung und Bewegung vorzubeugen. Doch nicht nur arterielle Gefäßveränderungen wirken sich negativ aus. Auch Erkrankungen der Venen können die Lebensqualität stark beeinflussen und neben Besenreisern und Krampfadern auch Thrombosen nach sich ziehen.

Der Zustand der Gefäße ist entscheidend für die Gesundheit. Deshalb messen viele Deutsche regelmäßig ihren Blutdruck und versuchen, Arteriosklerose mit einer entsprechenden Ernährung und Bewegung vorzubeugen. Doch nicht nur arterielle Gefäßveränderungen wirken sich negativ aus. Auch Erkrankungen der Venen können die Lebensqualität stark beeinflussen und neben Besenreisern und Krampfadern auch Thrombosen nach sich ziehen.

Risiken: Veranlagung, Hormone, Bewegungsmangel

Täglich werden rund 7.000 Liter Blut mit Hilfe der Muskel-Venen-Pumpe zum Herzen zurücktransportiert. Eine familiäre Veranlagung zu Venenschwäche, mangelnde Bewegung und Übergewicht sowie hormonelle Faktoren, die Einnahme der Pille und Schwangerschaften können die Pumpfunktion beeinträchtigen. Fließt das Blut langsamer, kommt es zu Aussackungen, Krampfadern und der Bildung von Gerinnseln. Beginnt ein Thrombus zu wandern, kann er in den engen Lungengefäßen stecken bleiben und zu einer Embolie führen.

Hormone sicherer über die Haut

Da mit dem Beginn der Wechseljahre der natürliche Gefäßschutz nachlässt, steigt bei Frauen, die ohnehin häufiger betroffen sind als Männer, im Alter ab 45 Jahren die Thrombosegefahr noch einmal an. Bei der Wahl der richtigen Behandlung von Wechseljahresbeschwerden kommt es auch auf die Zufuhr der Hormone an, denn Estrogene in Tablettenform aktivieren die Blutgerinnungssysteme. "Ein früher Start der Hormontherapie mit der niedrigsten wirksamen Dosis sowie die individuell angepasste Art der Hormone und die Zufuhr über die Haut führen zu einer erhöhten Sicherheit", erklärt Professor Dr. Alfred Mueck aus Tübingen den Stand der Wissenschaft. Mit Gelformen wie beispielsweise Gynokadin Dosiergel lässt sich dabei am einfachsten die niedrigste wirksame Dosis verabreichen. Wie die französische Fall-Kontroll-Studie ESTHER belegt, ist im Vergleich das Risiko für venöse Thromboembolien bei der Einnahme von Tabletten um das Vierfache höher.--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Büroarbeit fördert Krampfadern

Wenn es um die Bildung von Venenthrombosen geht, werden häufig Langstreckenflüge als Risiko genannt. Doch wie eine Studie des Medical Research Institute of New Zealand belegt, fördert auch Büroarbeit die Venenschwäche und steigert die Thrombosegefahr. Während die Muskelarbeit in den Beinen beim Gehen den Blutrücktransport zum Herzen unterstützt, belasten Stehen und Sitzen die Venen. Bleibt die Muskulatur untätig, wird der Blutrücktransport verzögert, die Gefäße weiten sich aus, die Venenklappen schließen sich nicht mehr - Krampfadern entstehen.