29.03.11 18:05 Uhr

 

Arthrose

Bewegung kann bei Hüftarthrose ein Stück Lebensqualität bewahren

Quelle: djd

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Ausdruck

Beim Aufstehen ist es besonders schlimm: Die Schmerzen ziehen durch Hüfte und Leiste, sogar bis in den Oberschenkel. Nach einiger Zeit in Bewegung lassen die Beschwerden nach. Eine morgendliche Steifigkeit ist typisch für Arthrose, die alle Gelenke betreffen kann. Der Verschleiß der Hüftgelenke entwickelt sich schleichend.

Beim Aufstehen ist es besonders schlimm: Die Schmerzen ziehen durch Hüfte und Leiste, sogar bis in den Oberschenkel. Nach einiger Zeit in Bewegung lassen die Beschwerden nach. Eine morgendliche Steifigkeit ist typisch für Arthrose, die alle Gelenke betreffen kann. Der Verschleiß der Hüftgelenke entwickelt sich schleichend. Als Ursachen werden unter anderem Fehlstellungen, Abnutzung, falsche Belastungen oder Verletzungen angesehen. Auch ein moderner Lebensstil mit zu wenig Bewegung kann maßgeblich zur Verschlechterung der Erkrankung beitragen. Vor allem Übergewicht begünstigt das Fortschreiten der Arthrose.

Die Beweglichkeit trainieren

Langfristig können starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen die Lebensqualität spürbar verringern. Um dem entgegenzuwirken, sollten Betroffene so früh wie möglich aktiv werden. Obwohl Arthrose nicht heilbar ist, kann ihre Entwicklung verlangsamt werden. Wichtige Maßnahmen sind beispielsweise gelenkschonende Bewegungsübungen. Aquajogging und Wassergymnastik sind durch den entlastenden Auftrieb im Wasser besonders geeignet. Auch Fahrradfahren und Nordic Walking zählen zu den bevorzugten Sportarten. Zudem sollten Alltagsverrichtungen bewusster ausgeführt werden. Ausführliche Tipps, wie man gelenkschonend sitzen, heben oder Auto fahren kann, finden Interessierte unter www.stark-gegen-schmerz.de im Internet. Neben Übungsvorschlägen zum Download gibt es auf der Website auch zahlreiche Videos mit Bewegungsanleitungen.

Schmerzen schonend lindern

Um Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu hemmen und Bewegungen zu erleichtern, werden häufig Arzneimittel, wie beispielsweise nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) verordnet. Diese Medikamente können in der Langzeitbehandlung Nebenwirkungen wie Magengeschwüre verursachen. Nach den Erfahrungen von Professor Dr. Bernd Simon kann man heute Gelenkschmerzen auch mit vergleichbar wirksamen Arzneimitteln wie beispielsweise den Coxiben behandeln, die für den Magen-Darm-Trakt in der Regel besser verträglich sind.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Immer wieder aufstehen

Viele Menschen sitzen den ganzen Tag - im Büro, im Auto, auf dem Sofa. Doch diese Haltung ist für die Gelenke nicht gesund. Im Sitzen lastet das gesamte Gewicht des Oberkörpers auf der Lendenwirbelsäule und dem Becken. Diese Überlastung kann zu Verschleißerscheinungen führen, wenn sie zur starren Dauerhaltung wird. Neben dem richtigen Stuhl und einer angemessenen Sitzposition tragen vor allem Abwechslung und Bewegung zum Wohlbefinden bei. Für alle "Sitzberufler" ist es daher ratsam, zwischendurch kleine Pausen einzulegen, aufzustehen und sich zu bewegen.