09.04.11 14:58 Uhr

 

Ein dringendes Bedürfnis

Natürliche Blasenspülungen bringen plötzlichen Harndrang zum Abklingen

Quelle: djd

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Ausdruck

Es passiert ganz plötzlich: beim Einkaufen, beim Bummel über den Markt oder sogar kurz bevor man die rettende Haustür erreicht. Wenn blitzartig der Harndrang kommt, ist die Toilette meistens zu weit weg. Millionen Frauen kennen dieses unangenehme und im wahrsten Sinne des Wortes drängende Problem.

Es passiert ganz plötzlich: beim Einkaufen, beim Bummel über den Markt oder sogar kurz bevor man die rettende Haustür erreicht. Wenn blitzartig der Harndrang kommt, ist die Toilette meistens zu weit weg. Millionen Frauen kennen dieses unangenehme und im wahrsten Sinne des Wortes drängende Problem. Manche müssen bis zu 40 Mal am Tag auf die Toilette und bis zu 20 Mal pro Nacht immer wieder aus dem Bett. Doch der ständige Harndrang beeinträchtigt nicht nur das tägliche Leben, das Wasserlassen verursacht häufig auch stechende Schmerzen.

Wenn Antibiotika nicht mehr helfen

"Laut neuesten Forschungsergebnissen ist ein Defekt der äußersten Blasenschutzschicht - der sogenannten Glykosaminoglykan-Schicht - eine mögliche Ursache für chronische Blasenentzündungen", erklärt Dr. med. habil. Annett Gauruder-Burmester, Leiterin des Interdisziplinären Beckenbodenzentrums in Berlin. "Dadurch können reizende Substanzen aus dem Urin in tiefere Schichten der Blasenschleimhaut eindringen, dort die Nerven reizen und die Beschwerden auslösen. In vielen Fällen findet der Arzt keine bakterielle Infektion, so dass Antibiotika nicht weiterhelfen."

Die Ursache bekämpfen

"Während alle bisherigen Medikamente nur die Symptome lindern, bekämpft eine gut untersuchte Blasenspülung mit 'Gepan instill' die Ursache der Erkrankung", sagt die Urogynäkologin. "Der äußersten Blasenschutzschicht fehlt der Baustein Chondroitinsulfat, der mit einer Fertigspritze über einen Katheter in die Blase gespült wird und sich wie ein schützendes Pflaster auf die Blasenschleimhaut legt." Ergebnis: Häufiger und überfallartiger Harndrang, ständiges Wasserlassen oder Schmerzen im Unterleib klingen schneller und dauerhafter ab als mit herkömmlichen Medikamenten. Nach der Behandlung mit der Blasenspülung müssen die meisten Patienten am Tag nur noch halb so oft auf die Toilette. Auch zwei Jahre nach Beginn der Behandlung berichteten noch fast 60 Prozent der Behandelten von einer Besserung ihrer Beschwerden. Unter www.gepan-instill.de gibt es mehr Informationen.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Anwendung

Der Arzt bringt die gebrauchsfertige Lösung in die zuvor entleerte Blase, wo das Präparat für mindestens eine halbe Stunde gehalten werden sollte. Zu Beginn der Behandlung haben sich vier bis sechs Anwendungen in einem wöchentlichen Abstand bewährt. Je nach Besserung der Symptome kann der Arzt die Therapie auf eine Anwendung pro Monat umstellen. "Gepan instill" ist verschreibungspflichtig. Die Behandlungskosten (je Anwendung zirka 75 Euro) werden gegenwärtig nicht von den Krankenkassen übernommen. Unter www.gepan-instill.de gibt es weitere Informationen.