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09.04.11 18:51 Uhr

 

Salz fürs Hirn

Bei Senioren kann ein Natriummangel Risiken bergen

Quelle: djd

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Gute Vorsätze sind in Sachen Gesundheit nicht alles. Man muss auch wissen, was zu tun ist, um vital zu bleiben. Und sollte lieber zweimal nachfragen, bevor man seiner Gesundheit vermeintlich Gutes tut. Eine salzreduzierte Ernährung beispielsweise kann im Einzelfall durchaus ihre Risiken haben.

© Foto: Foto: djd/Verband der Kali- und Salzindustrie e.V.

Gute Vorsätze sind in Sachen Gesundheit nicht alles. Man muss auch wissen, was zu tun ist, um vital zu bleiben. Und sollte lieber zweimal nachfragen, bevor man seiner Gesundheit vermeintlich Gutes tut.

Eine salzreduzierte Ernährung beispielsweise kann im Einzelfall durchaus ihre Risiken haben. Das sagte der Velberter Mediziner Dr. Dag Schütz anlässlich der 18. Aachener Diätetik Fortbildung im Universitätslinikum Aachen. "Sehr häufig kommt es im Alter zu einer Fehl- und Mangelernährung, weil den Senioren oft Mikro- und auch Makronährstoffe fehlen."

Insbesondere das Fehlen von Natrium kann nach den Worten von Dr. Schütz unerwünschte Folgen haben. Es führe nämlich zu Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit. Trotzdem werde vor allem bei milden bis moderaten Störungen an die Möglichkeit eines solchen Natriummangels als Ursache der nachlassenden kognitiven Fähigkeiten selten gedacht. Stattdessen wird diese Entwicklung oftmals als alterstypisch hingenommen. Dabei ist der Natriummangel laut Dr. Schütz die einzige "Demenz", die man heilen kann. Welche Rolle Salz für den Menschen spielt, können Interessierte in der Broschüre "Kein Leben ohne Salz und Wasser. Salz - Baustein des Lebens" nachlesen, die auf http://www.vks-kalisalz.de kostenlos zum Download bereitsteht.

Eine salzreduzierte Ernährung kann bei älteren Menschen demzufolge oft mehr schaden als nutzen, da die Senioren regelrecht in einen Salzmangel getrieben werden. "Im Alter ist salzarme Kost nicht ratsam und unter Umständen sogar gefährlich", sagte Dr. Dag Schütz. "Denn wenn die Niere Natrium nicht mehr in ausreichender Menge im Körper halten kann und zugleich die Natriumzufuhr durch eine kochsalzarme Ernährung gedrosselt wird, ist der Weg in den Natriummangel und damit das Risiko häufiger Stürze und vermehrter Konzentrations- und Denkstörungen vorprogrammiert."

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Weniger Salz - mehr Entzündungen

Neueste Forschungsergebnisse zeigen nach Angaben von Dr. Dag Schütz, dass das Fehlen von Salz im Körper auch die Entstehung von Entzündungen begünstigt. In einer aktuellen Untersuchung wurden 36 Patienten angewiesen wurden, sich aufgrund eines leichten Bluthochdrucks eine Woche lang salzarm zu ernähren. Die Studie ergab, dass als Folge der Salzrestriktion Stresshormone im Körper anstiegen. Außerdem beobachteten die Forscher ein deutliches Ansteigen der Entzündungsaktivität im Körper sowie das vermehrte Auftreten von Infektionen.
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