16.10.10 19:47 Uhr

 

Existenzgründung

Die Generation 50 plus gründet

Quelle: IHK Darmstadt

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Ausdruck

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat sich dafür ausgesprochen, die Existenzgründung für ältere Arbeitnehmer zu erleichtern. Denn die Zahl der Selbstständigen werde sich bis 2050 demografiebedingt um etwa 500.000 verringern, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der RHEINPFALZ am SONNTAG. Wenn nicht dagegen gesteuert werde, drohten mehr als eine halbe Millionen Jobs verloren zu gehen.

Er forderte, künftig stärker als bisher die über 50-jährigen für die unternehmerische Selbstständigkeit zu begeistern. Gerade sie hätten ein wertvolles Startkapital für die Gründung eines eigenen Unternehmens. So verfügten sie über gute Branchenkenntnisse, wüssten Märkte und Trends einzuschätzen und könnten bestehende Kontakte für den neuen Lebensabschnitt als Unternehmer gut nutzten, meinte der DIHK-Präsident. Hinzu komme ihre höhere Lebenserfahrung wie der Umgang mit Konflikten, der sich für die Führung eines Unternehmens als enorm hilfreich erweise.

Rund 78 Prozent der IHK-Existenzgründungsberater bestätigten, dass ältere Gründer gegenüber Jüngeren Startvorteile besäßen. Derzeit bildeten die 30 bis 39-jährigen die mit Abstand gründungsaktivste Altersgruppe. Nach den Worten von Driftmann gibt es in der Generation 50 plus ein hohes Interesse an Unternehmensgründungen. So hätten sich im vergangenen Jahr rund 9.000 potenzielle Existenzgründer jenseits der 50 nach einem Weg in die Selbstständigkeit erkundigt. Das seien rund acht Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.

 

Linkempfehlungen

www.existenzgruender.de/imperia/md/content/pdf/publikationen/gruenderzeiten/gz_52.pdf Lesen Sie hierzu die Broschüre des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWT): Existenzgründungen durch Ältere