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07.07.11 13:59 Uhr

 

BAGSO-Pressemitteilung 8/2011

BAGSO zum Bundesfreiwilligendienst

Quelle: Pressereferat – Ursula Lenz - E-Mail: lenz@bagso.de

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Artikel

Anlässlich der Einführung des Bundesfreiwiligendienstes zum 1.7.2011 hat die verbandsübergreifende Fachkommission „Freiwilliges Engagement und gesellschaftliche Teilhabe“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) folgende Stellungnahme erarbeitet:
Der neu geschaffene Bundesfreiwilligendienst, der sich an alle Generationen wendet und den bisherigen Zivildienst für Wehrpflichtige ersetzt, braucht jetzt dringend neue Impulse, damit das Angebot auch die älteren, engagementbereiten Menschen erreicht. Offensichtlich ist die große Mehrzahl älterer Bürgerinnen und Bürger über das Angebot noch nicht informiert.


© Foto: Rainer Sturm - aboutpixel.de

Die BAGSO schlägt vor, über ihre 106 Mitgliedsverbände und deren Publikationsorgane umfassend über die Konditionen dieses neuen Dienstes zu unterrichten. Schon nach der verbandsinternen Diskussion zeigt sich, dass noch viele Fragen offen und die Bedingungen für ältere Menschen gewöhnungsbedürftig sind. Sich für eine Wochendienstleistung von 20 Stunden zu verpflichten, ist für Menschen in der nachberuflichen Phase keine leichte Entscheidung. Unklar ist auch, wo Bewerbungen möglich sind, welche Qualifikationen vorausgesetzt werden und wie es um Fortbildung und Begleitung bei ihrer Tätigkeit bestellt ist. Zu klären ist, ob in allen Fällen Sozialversicherungspflicht besteht.


Alle diese Fragen müssen schnell geregelt werden. Dabei muss auf die spezifischen Bedürfnisse älterer Menschen Rücksicht genommen werden.


Aber auch die beim Bundesfreiwilligendienst beteiligten Organisationen sind aufgefordert, für ältere Menschen geeignete Einsatzstellen in den Bereichen Soziales, Kultur, Sport und Ökologie bekannt zu machen und an den Bedürfnissen von Seniorinnen und Senioren ausgerichtete Rahmenbedingungen zu schaffen. Entscheidend für eine Teilnahme sind Mitwirkungsmöglichkeiten und ein klares Tätigkeitsprofil. Nicht jeder Dienst, der bisher von jungen Zivildienstleistenden ausgeübt wurde, ist auch für ältere Menschen geeignet. In den Verwaltungsbereichen der sozialen Einrichtungen und beim „Essen auf Rädern“ oder bei der Einzelbegleitung von hilfebedürftigen Personen kann man sich z.B. den Einsatz älterer Männer und Frauen gut vorstellen.


Es geht darum, die Lebenserfahrungen und das Einfühlungsvermögen der Älteren mit den Angeboten anzusprechen.
Die BAGSO sieht in dem neuen Freiwilligendienst durchaus eine Chance, Ältere zu erreichen, die bisher noch nicht in einem festen Engagement stehen, aber – wie es der Freiwilligensurvey ausweist – noch ein passendes Betätigungsfeld suchen.
Die BAGSO weist aber darauf hin, dass im Verbändebereich Besorgnis besteht, dass dieser neue Dienst bisher ehrenamtlich geleistete Arbeit gefährden könnte.
Weitere Informationen zur BAGSO:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)

Pressereferat – Ursula Lenz
Bonngasse 10, 53111 Bonn
Tel.: 02 28 / 24 99 93 18
E-Mail: lenz@bagso.de

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