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20.08.11 16:24 Uhr

 

Grabpflege als Last

Aktuelle Studie: Gerade ältere Menschen wollen den Aufwand niemandem zumuten

Quelle: djd

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Das Sommerlicht ist verblasst, der eisige Wind der dunklen Jahreszeit streicht übers Gesicht - und wieder "stirbt" ein Jahr. Wer trauert, der tut dies oft sogar über einen Zeitraum, der weit über ein Jahr hinausreicht. Das ergab eine repräsentative Forsa-Studie im Auftrag von FriedWald: Demnach trauert aktuell mehr als jeder dritte Befragte oder hat das Trauern noch nicht ganz abgeschlossen.

© Foto: djd/FriedWald//Gasparini

Das Sommerlicht ist verblasst, der eisige Wind der dunklen Jahreszeit streicht übers Gesicht - und wieder "stirbt" ein Jahr. Wer trauert, der tut dies oft sogar über einen Zeitraum, der weit über ein Jahr hinausreicht. Das ergab eine repräsentative Forsa-Studie im Auftrag von FriedWald: Demnach trauert aktuell mehr als jeder dritte Befragte oder hat das Trauern noch nicht ganz abgeschlossen. Nur eine Minderheit gab in der Umfrage an, dass der Tod eines nahestehenden Menschen im Alltag derzeit keine Rolle spielt. Die Zeit intensiver Trauer dauert der Umfrage zufolge für rund 30 Prozent der Deutschen mindestens ein Jahr oder wesentlich länger.

Ältere sorgen sich um den Aufwand für die Grabpflege

Die Forsa-Studie brachte zudem einen weiteren, durchaus bemerkenswerten Aspekt ans Licht. So wollen 45 Prozent der über 60-Jährigen ihren Angehörigen die Grabpflege nicht aufbürden, weit über ein Drittel von ihnen (36 Prozent) zieht daher eine Urnenbestattung in Betracht. Offenbar scheint es so zu sein, dass Personen, die selbst an Rückenschmerzen, Arthrose, Gehbeschwerden oder ähnlichen Altersgebrechen leiden, dies als Belastung auch für andere empfinden. Kein Wunder, denn in Sachen Grabpflege gibt es das ganze Jahr über viel zu tun: Laub rechen im Herbst, die Pflanzen gießen bei Hitze in Frühjahr oder Sommer, für neue Pflanzen sorgen oder auch besonderen Grabschmuck beschaffen zu Trauer- und Gedenktagen.

Wo die Natur die Grabpflege übernimmt

Eine pflegeleichte Alternative ist die Bestattung in der Natur, etwa in einem Bestattungswald. Diese wird derzeit bundesweit in 41 Wäldern in gut erreichbarer und dennoch ruhiger Lage umgesetzt. Hier können Einzelpersonen "ihren" Platz an einem Baum wählen, aber ebenso gibt es den sogenannten Partnerbaum für Ehe- und Lebenspartner, Geschwister oder Freunde. Bis zu zehn Ruhestätten finden an einem Baum Platz. Wer ein Baumgrab aussucht, muss sich grundsätzlich für eine Einäscherung entscheiden. Die Ruhestätte im Wald kostet ab 490 Euro. Die Preise sind abhängig von Stammstärke, Art und Lage.

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Vor Ort das Konzept kennenlernen

Die ausgewiesenen und genehmigten Standorte der Bestattungswälder werden von den jeweiligen Kommunen getragen. Bei einer kostenlosen Führung in einem Wald nahe dem eigenen Wohnort kann man das Konzept kennenlernen. Dabei informieren die verantwortlichen Förster über die verschiedenen Grabarten und erklären, wie der passende Baum ausgewählt wird. Wichtige Themen sind auch die Organisation der Beisetzung und die Sicherheit. Unter http://www.friedwald.de gibt es mehr Informationen und aktuelle Termine von Führungen.
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