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11.10.14 08:57 Uhr

 

Neue Regeln

Die Rechtslage bei Online-Einkäufen hat sich geändert

Quelle: djd

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Wer sich daran gewöhnt hatte, Schuhe und Kleidung beim Onlinehändler in verschiedenen Größen zu bestellen, anzuprobieren und danach einfach und kostenlos zurückzuschicken, muss sich umgewöhnen. Denn seit dem 13. Juni 2014 gilt ein neues, EU-weit einheitliches Recht für Käufe im Internet. "Wie bisher gilt eine Widerrufsfrist von 14 Tagen ab Erhalt der Ware. Man muss aber nun - per Begleitschreiben, Fax oder E-Mail - den Widerruf ausdrücklich erklären", sagt Thomas Bradler, Rechtsanwalt und bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf unter anderem für den Bereich der Onlinegeschäfte zuständig. Falls diese Widerrufserklärung innerhalb der Frist abgesendet werde, müsse der Händler den Kaufpreis und die bei der Bestellung angefallenen Kosten für den Standardversand ersetzen, anderenfalls sei man an den Vertrag gebunden. Nach Absenden der Widerrufserklärung hat man als Verbraucher weitere 14 Tage Zeit, die Ware zurückzusenden. "Bei manchen Waren ist allerdings kein Widerruf möglich. Dies gilt etwa für Maßanfertigungen oder schnell verderbliche Waren", so Bradler weiter im Chat auf www.experten-im-chat.de/einkaufen-im-web.

© Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen/thx
Versicherungen im Internet abschließen?

Versicherungen werden immer öfter online abgeschlossen. "Versicherungen ohne Gesundheitsfragen sind grundsätzlich online abschließbar. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben müssen die beantworteten Gesundheitsfragen dagegen schriftlich vor Vertragsbeginn dem Versicherer vorliegen", betont Dieter Sprott, Experte für Direktversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Minderjährige im Web

Überrascht sind viele Eltern immer wieder, wenn ihre minderjährigen Kinder im Internet etwas bestellen. Sind diese Verträge rechtskräftig? "Minderjährige sind beschränkt geschäftsfähig. Schließen sie Kaufverträge oder andere Verträge über das Internet ab, ohne dass die Eltern davon wissen, sind diese Verträge schwebend unwirksam", erklärt Ingo Porschen, Experte für Rechtsschutz und Schadenregulierung bei der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. Stimmen die Eltern dem Vertrag nicht zu, werde dieser endgültig unwirksam. Wenn die Minderjährigen allerdings von den Eltern Geld zur freien Verfügung bekommen hätten und die Minderjährigen damit den Kaufpreis begleichen, so sei der Kauf wirksam.
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