26.04.11 17:11 Uhr

 

Der Hund im neuen Kleid

Fellwechsel im Frühling

Quelle: djd

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Ausdruck

Nicht nur Menschen legen im Frühjahr ihre warmen Wintersachen ab: Unmengen von Haarknäueln auf dem Boden zeigen auch Hundebesitzern, dass die Zeit des Fellwechsels gekommen ist. In milden Wintern beginnt der Fellwechsel schon ab Jahresanfang, wobei der gesamte Fellwechsel, Ausfall und Neuwuchs zwischen sechs und sieben Wochen anhalten kann.

Nicht nur Menschen legen im Frühjahr ihre warmen Wintersachen ab: Unmengen von Haarknäueln auf dem Boden zeigen auch Hundebesitzern, dass die Zeit des Fellwechsels gekommen ist. In milden Wintern beginnt der Fellwechsel schon ab Jahresanfang, wobei der gesamte Fellwechsel, Ausfall und Neuwuchs zwischen sechs und sieben Wochen anhalten kann. Junge Tiere haben es schneller hinter sich, bei älteren kann es etwas länger dauern. Die effektivste und erste Maßnahme heißt jetzt Bürsten - und zwar möglichst jeden Tag. Durch das Kämmen wird die Haut gut durchblutet und das Fell kann sich leichter lösen.

Schönes Fell ist Ernährungssache

Neben der Saisonalität spielen auch hormonelle Faktoren beim Fellwechsel eine Rolle. Hündinnen haaren oftmals während der Läufigkeit und nach der Trächtigkeit. Auch wird man bei manchen sterilisierten Hunden feststellen, dass sich der Fellwechsel über das ganze Jahr verteilen kann. Treten jedoch kahle Stellen, ein stumpfes Haarkleid, Schuppen oder Juckreiz auf, kann dies auf einen Nährstoffmangel hinweisen. Ein Onlinecheck zur Haut- und Fellgesundheit erwachsener Hunde unter www.haut-und-fell.de etwa gibt näheren Aufschluss. Die Teilnehmer senden Fragen an ein Expertenteam und erhalten bei Bedarf die Möglichkeit, ein kostenloses Futter-Testpaket anzufordern.

Öl kann Verdauungsprobleme bewirken

Will man die Ernährung umstellen, empfiehlt sich, besonders bei empfindlichen Tieren, die Fütterung einer Spezialnahrung für Hunde mit Haut- und Fellproblemen wie beispielsweise Dermacomfort von Royal Canin (erhältlich im Zoofachhandel). Deren Effekt wurde in Tests bei betroffenen Hunden ermittelt. Nach nur einem Monat attestierten 86 Prozent der Halter eine deutliche Verbesserung des Zustands von Haut und Fell. Vielen Hundebesitzern wird bei Fellproblemen die Gabe von kaltgepressten Ölen ins Futter geraten. Hier sollten aber nur äußerst geringe Mengen verwendet werden, da das Tier ansonsten Verdauungsprobleme wie Durchfall bekommen kann. Bei einem ausgewogenen Futter sind solche Maßnahmen nicht notwendig.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Warum das Fell ausfällt

Wie Wildtiere erleben die meisten Hunderassen zwei Haarwechsel pro Jahr.
Das jahreszeitlich bedingte Abhaaren umfasst drei Phasen: Im anagenen Stadium wächst das Haar, und der Follikel liegt tief in der Dermis. Dieses Stadium dauert beim Hund etwa 130 Tage. Das katagene Stadium ist die Ruhephase. Das Wachstum kommt zum Stillstand, und die Haarscheide wandert nach oben. Im telogenen Stadium bildet sich der Follikel bis zur Öffnung der Talgdrüsen zurück, die Haarwurzel nimmt eine konische Form an und das Haar fällt schließlich aus.