12.07.11 21:10 Uhr

 

Umweltschutz fängt im Kleinen an

Tag der Umwelt: Verbraucher erwarten mehr Anstrengungen von Staat und Wirtschaft

Quelle: djd

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Ausdruck

Trotz unbestreitbarer Fortschritte in der Umweltpolitik sind fast zwei Drittel der Deutschen der Ansicht, dass der Staat mehr für die Erhaltung der natürlichen Umwelt tun solle. Das ergab eine für das Umweltbundesamt durchgeführte Repräsentativumfrage. Große Erwartungen richten die Befragten neben dem Staat auch an die Wirtschaft: So waren neun von zehn Bürgern der Meinung, dass Industrie und Energieversorger mehr zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen könnten, indem sie ökologischer produzierten.

Trotz unbestreitbarer Fortschritte in der Umweltpolitik sind fast zwei Drittel der Deutschen der Ansicht, dass der Staat mehr für die Erhaltung der natürlichen Umwelt tun solle. Das ergab eine für das Umweltbundesamt durchgeführte Repräsentativumfrage. Große Erwartungen richten die Befragten neben dem Staat auch an die Wirtschaft: So waren neun von zehn Bürgern der Meinung, dass Industrie und Energieversorger mehr zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen könnten, indem sie ökologischer produzierten.

Verbraucher ändern ihr Verhalten

Die Mehrzahl der Umfrageteilnehmer sieht zudem durchaus auch Möglichkeiten, selbst etwas für den Umweltschutz zu tun: Zwischen 58 und 68 Prozent meinen, durch ökologisches Konsumverhalten, weniger Autonutzung oder weniger Flugreisen ihren Beitrag leisten zu können. Viele Bürger setzen diese Vorsätze schon heute in ihrem Verbraucherverhalten aktiv um: So gaben in der Studie zwei Drittel an, gezielt Produkte zu kaufen, die die Umwelt möglichst wenig belasten. Über die Hälfte boykottiert sogar Produkte von Firmen, die sich nachweislich umweltschädlich verhalten.

Kleine Dinge - große Wirkung

Bereits 2006 wurde beispielsweise der Schreibgerätehersteller Pilot Pen mit dem Europäischen Umweltpreis für seine innovative Serie "Begreen" ausgezeichnet. Damit hat das Unternehmen den Beweis angetreten, dass sich selbst mit so kleinen Dingen wie einem Stift Ressourcen schonen und die Umwelt schützen lassen. Würden heute schon alle Schreibgeräte aus Recyclingmaterial hergestellt, ließen sich jährlich rund 60.000 Tonnen Kunststoff einsparen.

Das "grüne" Sortiment umfasst Kugel- und Gelschreiber, Druckbleistifte, Tintenroller sowie Text-, Permanent- und Tafelmarker, deren Gehäuse mindestens zu 70 Prozent aus recyceltem Material bestehen. Zertifiziert nach ISO 14001, entsprechen die Stifte den gleichen hohen Qualitätsanforderungen in Bezug auf Qualität, Technik und Design wie das Standardsortiment. "Begreen"-Schreibgeräte gibt es im gut sortierten Schreibwarenfachhandel oder unter www.pilotpen.de im Onlineshop.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Hohe Wiederverwertungsquoten in Deutschland

Das Geschäft mit dem Recycling ist ein Milliardenmarkt: Allein die Rohstoffgewinnung aus Altmaterialien bringt der deutschen Wirtschaft eine jährliche Ersparnis von geschätzt 3,7 Milliarden Euro. Entscheidenden Anteil daran hat die Entsorgungswirtschaft, die hierzulande 88 Prozent des anfallenden Papiers, 87 Prozent des Glases, 72 Prozent des Metalls und 67 Prozent der Kunststoffe einer Wiederverwertung zuführt.