Ihr Standort:    Start » Leben » Engagement » Ehrenämter » Wer sich gemeinnützig engagiert, sollte au
Schrift:      grösser   kleiner   normal

03.07.11 16:09 Uhr

 

Das Jahr des Ehrenamts

Wer sich gemeinnützig engagiert, sollte ausreichend versichert sein

Quelle: djd

gelesen: 908 | Bewertung: ( Stimmen: 0 )

Artikel

Die Europäische Union (EU) hat 2011 zum "Jahr des Ehrenamts" ausgerufen. Damit sollen all jene geehrt und motiviert werden, die sich freiwillig und überwiegend unentgeltlich um das Gemeinwohl verdient machen. Vor allem die finanziell klammen deutschen Kommunen sind immer öfter darauf angewiesen, dass sich Ehrenamtliche im Dienst der Allgemeinheit engagieren.

© Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen

Die Europäische Union (EU) hat 2011 zum "Jahr des Ehrenamts" ausgerufen. Damit sollen all jene geehrt und motiviert werden, die sich freiwillig und überwiegend unentgeltlich um das Gemeinwohl verdient machen. Vor allem die finanziell klammen deutschen Kommunen sind immer öfter darauf angewiesen, dass sich Ehrenamtliche im Dienst der Allgemeinheit engagieren. Diese wissen jedoch oft nicht, ob und wie sie bei ihrem Einsatz versichert sind.

Gesetzlichen Unfallschutz ergänzen

Grundsätzlich besteht bei ehrenamtlicher Tätigkeit gesetzlicher Unfallschutz. "Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt die Kosten für die medizinische Behandlung, die Rehabilitation und die Wiedereingliederung in den Beruf", erklärt Matthias Schlusche von den Ergo Direkt Versicherungen. "Arbeitnehmer erhalten Verletztengeld in Höhe von 80 Prozent ihres regelmäßig erzielten Einkommens, wenn sie infolge des Unfalls eine ganztägige Erwerbstätigkeit nicht ausüben können." Zudem werde bei längerfristiger Minderung der Erwerbstätigkeit eine Verletztenrente oder bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit eine Vollrente von zwei Dritteln des Jahresverdienstes geleistet. Auf den gesetzlichen Schutz sollte man sich aber nicht allein verlassen, sondern ihn durch private Policen ergänzen. "Vor allem Ehrenamtliche mit körperlichen und gefährlichen Tätigkeiten, etwa Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr, sollten sich über private Unfall- oder Berufsunfähigkeitspolicen zusätzlich absichern", rät Schlusche.

Bei der Haftpflicht genau hinschauen

Die zweite wichtige Versicherung ist die Haftpflicht. Sie kommt für Schäden auf, die man anderen zufügt. "Ehrenamtliche sollten sich in jedem Fall an ihren Versicherer wenden und abklären, ob in der Privathaftpflicht Schäden durch das von ihnen ausgeübte Amt versichert sind", empfiehlt Ergo-Direkt-Experte Schlusche. "Falls nicht, sollte das Risiko zusätzlich mit eingeschlossen werden, was bei vielen Versicherern - oft gegen einen Prämienzuschlag - möglich ist." Sofern dies nicht möglich sei, empfehle sich der Abschluss einer eigenständigen Haftpflichtversicherung für Ehrenämter.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Kostenlose Broschüre mit vielen wichtigen Tipps

Viele Informationen rund um das Thema Ehrenamt enthält die Broschüre "Sicher engagiert - Versicherungsschutz im Ehrenamt". Herausgeber ist die Initiative "für mich, für uns, für alle". An dieser Initiative sind unter anderem die deutschen Städte, Gemeinden und Landkreise beteiligt. Das Ziel: mehr Anerkennung und weniger Bürokratie für den engagierten Bürger. Unter http://www.deutscher-buergerpreis.de steht die Broschüre zum kostenlosen Download bereit.

--- Bildunterschrift für Bild 1 ---
Wer sich ehrenamtlich in einem Verein engagiert, sollte sich in jedem Fall an seinen Versicherer wenden und abklären, ob in seiner Privathaftpflicht Schäden durch die von ihm ausgeübte Tätigkeit versichert sind.
Hinweis: Dieser Artikel entspricht den Ethikrichtlinien von senio-web.de und spiegelt nicht zwangsläufig die Meinung von senio-web.de wieder.
Eventuell genannte Preise oder Zeiten können sich inzwischen geändert haben.
Bitte informieren Sie sich über aktuell gültige Angebote.
Bewertung nur für Mitglieder.

Registrieren Sie sich jetzt, um Kommentare zu Artikeln schreiben zu können!