19.07.11 18:44 Uhr

 

Die Blaue Mauritius in Berlin

2.-25. September: Weltweit einzigartige Ausstellung im Museum für Kommunikation

Quelle: djd

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Ausdruck

Allein der Gedanke an diese Rarität lässt die Herzen der Briefmarkensammler aus aller Welt höher schlagen - die Blaue Mauritius! Sie besitzt alles, was eine Marke zur Besonderheit macht: einen märchenhaft hohen Wert, absolute Seltenheit und eine faszinierende Entstehungsgeschichte, um die sich manche Mythen und Legenden ranken.

Allein der Gedanke an diese Rarität lässt die Herzen der Briefmarkensammler aus aller Welt höher schlagen - die Blaue Mauritius! Sie besitzt alles, was eine Marke zur Besonderheit macht: einen märchenhaft hohen Wert, absolute Seltenheit und eine faszinierende Entstehungsgeschichte, um die sich manche Mythen und Legenden ranken.

Limitierte Eintrittskarten

Unter dem Titel "Die Blaue Mauritius. Das Treffen der Königinnen in Berlin" wird das Museum für Kommunikation Berlin vom 2. bis 25. September 2011 rund drei Viertel der heute noch existierenden 27 Mauritius-Marken präsentieren.
In dieser weltweit einzigartigen Ausstellung, die von Deutsche Post DHL unterstützt wird, führt das Museum damit die bislang größte Anzahl dieser philatelistischen Kostbarkeiten in seiner Schatzkammer zusammen. Die Eintrittskarten sind wegen des zu erwartenden Besucheransturms und der kurzen Ausstellungsdauer limitiert und können ab sofort unter www.mauritius-in-berlin.de gebucht werden.

"Die Ausstellung in Berlin bietet die einmalige Gelegenheit, diese wertvollen und seltenen Briefmarken aus der Nähe zu betrachten", sagt Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF bei Deutsche Post DHL. "Sie stehen für die Faszination, die die Kommunikation per Brief seit Jahrhunderten ausübt und die bis heute anhält." Die vor über 160 Jahren in der britischen Kronkolonie Mauritius herausgegebenen und nun in Berlin zu bewundernden Marken stammen unter anderem aus den Sammlungen von Königin Elisabeth II. von England, der British Library, der Postmuseen in Den Haag und Stockholm, des Blue Penny Museums (Port Louis/Mauritius) sowie von einer Reihe privater Sammler.

Eine Begleitausstellung sowie ein Katalog erläutern den historischen Hintergrund des Mythos und zeigen, was an diesen Marken nach wie vor fasziniert. Höhepunkt der Schau ist das "Kronjuwel der Philatelie": der mit einer Blauen und einer Roten Mauritius frankierte, auf rund vier Millionen Euro taxierte "Bordeaux-Brief".

Legendäre Geschichte

Als Vorbild der blauen Two-Pence- und der roten One-Penny-Marke, die in einer Auflage von jeweils 500 Stück herausgegeben wurden, diente dem Graveur die erste Briefmarke der Welt, die britische "Penny Black" mit dem Profil der jungen Königin Victoria. Durch ihren Aufdruck "Post Office" unterscheiden sich die Exemplare dieser ersten Auflage von den späteren, weniger wertvollen Marken, die den Schriftzug "Post Paid" (Gebühr bezahlt) tragen. Zu begehrten Sammlerstücken wurden die sogenannten "Mauritius-Post-Office"-Marken, weil man sie zunächst für Fehldrucke hielt. Eine Anekdote besagt, der Graveur habe während seiner Arbeit den Text für die Aufschrift vergessen. Auf dem Weg zu seinem Auftraggeber habe er dann das Schild "Post Office" (Postamt) gesehen und da sei ihm wieder eingefallen, was er schreiben sollte - eine Legende, an der man bis zum Fund der Originaldruckplatte im Jahre 1912 festhielt. Dass Lady Gomm, die Gattin des Gouverneurs von Mauritius, die Marken eigens herstellen ließ, um ihre Einladungen zu einem Kostümball mit eigenen Postwertzeichen aufzuwerten, ist schließlich der Mythos, der sich bis heute gehalten hat.

Das Museum für Kommunikation und die Blaue Mauritius

Die Geschichte des Museums für Kommunikation Berlin ist eng mit der Legenden umwobenen Mauritius-Marke verbunden. 1904 erwarb das Museum, damals noch das Reichspostmuseum, eine Blaue Mauritius. Diese war 1847 auf einem Brief gelaufen, ungewöhnlicher Weise jedoch nicht abgestempelt worden. Im Jahre 1902 hatte ein Schuljunge im Archiv einer Weinhandlung diesen Brief, zusammen mit dem berühmten "Bordeaux-Brief", entdeckt. Um sicher zu stellen, dass die Nachricht ihr Ziel erreicht, waren zwei Briefe mit unterschiedlichen Schiffen versandt worden. Der in Port Louis ansässige Weinhändler Edward Francis bestätigte seinem Lieferanten in Bordeaux darin den Erhalt von 48 Fässern Wein. Im Rahmen der Ausstellung werden beide Briefe gemeinsam in der Schatzkammer des Museums für Kommunikation Berlin zu bewundern sein.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---

Die Ausstellung auf einen Blick

- "Die Blaue Mauritius. Das Treffen der Königinnen in Berlin".

- Dauer: 2. bis 25. September 2011.

- Infos: www.mauritius-in-berlin.de

- Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 9 bis 22 Uhr.

- Eintritt (Online-Tickets unter www.mauritius-in-berlin.de): zeitgebundene Tickets 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, VIP-Tickets (ohne Zeitbindung) 22 Euro.