11.04.11 18:38 Uhr

 

Schleimige Raubritter

Schnecken sollten im Garten frühzeitig bekämpft werden

Quelle: djd

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Ausdruck

Nicht nur durch extreme Wetterlagen macht der Klimawandel von sich reden. Er hinterlässt auch in den Gärten seine Spuren. Denn vor allem Nacktschnecken kommen mit der Klimaerwärmung immer besser zurecht und sind in den letzten Jahren zu einer Dauerplage geworden. Sobald im Frühling die Quecksilbersäule wieder steigt, verlassen die schleimigen Raubritter ihre Winterverstecke und fallen über Gemüsesetzlinge und prächtig blühende Blumen her.

Nicht nur durch extreme Wetterlagen macht der Klimawandel von sich reden. Er hinterlässt auch in den Gärten seine Spuren. Denn vor allem Nacktschnecken kommen mit der Klimaerwärmung immer besser zurecht und sind in den letzten Jahren zu einer Dauerplage geworden. Sobald im Frühling die Quecksilbersäule wieder steigt, verlassen die schleimigen Raubritter ihre Winterverstecke und fallen über Gemüsesetzlinge und prächtig blühende Blumen her. Mit ihrem Beutezug treiben die Plagegeister fast jedem Gartenfreund die Zornesröte ins Gesicht.

Gute Überlebenskraft

Sowohl die Ei-Gelege als auch die Jungtiere der aus Südeuropa stammenden "Spanischen Wegschnecke" überstehen unter einer schützenden Schneedecke auch kalte Frosttage. Nach der Winterruhe treibt es die gefräßigen Kriechtiere jedoch frühzeitig aus ihrem Unterschlupf, da sie naturgemäß stark ausgehungert sind. "Die winzigen Jungtiere der Spanischen Wegschnecke sind mit dem bloßen Auge nur schwer zu erkennen, so dass ein Absammeln kaum möglich ist. Deshalb ist es sinnvoll, den Boden im Frühjahr öfters zu bearbeiten, um mögliche Hohlräume oder Eier der Schnecken zu zerstören. Zusätzlich empfiehlt es sich, Schneckenkorn auszubringen, um die Anzahl der überwinterten Tiere möglichst noch vor der ersten Eiablage zu reduzieren", rät Gartenbauexpertin Brigitte Goss von der Bayerischen Gartenakademie Veitshöchheim.

Schneckenkorn mit schneller Wirkung

Bewährt hat sich bei Schneckenkorn der spezifische Wirkstoff Metaldehyd, der in Produkten von Celaflor, Compo, Etisso oder Bayer enthalten ist. Seine Wirkung tritt unmittelbar nach der Aufnahme ein, worauf sich die schleimigen Plagegeister nicht mehr fortbewegen und keine Nahrung mehr aufnehmen können. Dieser wirksame Schutz hält bis zu zwei Wochen an. Für die Nützlinge des Gartens geht von diesem Wirkstoff bei sachgemäßer Anwendung keine Gefahr aus, ebenso wenig belastet er den Boden. Unter www.praxis-press.de gibt es für Hobbygärtner weitere Tipps und Informationen zur Schneckenbekämpfung.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
"Freibier" lockt ungebetene Gäste an

Es genügt, 40 bis 50 metaldehydhaltige Schneckenkörner gleichmäßig auf einer Fläche von einem Quadratmeter zu verteilen. Zusätzlich kann man Schneckenzäune aufstellen, um die Zuwanderung anderer Vielfraße von den Nachbargrundstücken zu erschweren. Auch mit der Auslage von Brettern lassen sich Schnecken überlisten, denn unter diesen Verstecken können sie tagsüber mühelos abgesammelt werden. Von den so genannten Bierfallen ist allerdings abzuraten, da das "Freibier" noch mehr ungebetene Gartengäste anlockt und nicht alle tatsächlich im Gerstensaft ertrinken.