13.11.11 12:33 Uhr

 

Wellness Türkei

Hamam und heiße Quellen

Quelle: bfs

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Ausdruck

Bis ins Mittelalter reicht die Tradition des Türkischen Bades zurück, noch deutlich älter ist der Ursprung der mehr als 1.000 Thermalquellen des Landes. Heute können Besucher mit allen modernen Annehmlichkeiten die Gesundsheitserfahrungen aus vielen Jahrhunderten zur Erholung nutzen.

(bfs) – Sonne, Strand und Meer sind für regenwettergeplagte Mitteleuropäer ja schon beinahe Wellness genug, aber die Türkei hat darüber hinaus noch viel mehr Möglichkeiten zu bieten, sich unter qualifizierter Anleitung gezielt zu entspannen und etwas für Körper und Seele zu tun. Das bekannteste Thermalzentrum des Landes sind die auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes vermerkten Kalksinter-Terrassen von Pamukkale im Westen des Landes in der Provinz Denizli. Aus den jahrtausendealten Quellen sprudelt ein 30° C warmes, kalkhaltiges Thermalwasser, das über die Zeit aus den Kalkablagerungen eine beeindruckende, schlohweiße Terrassenlandschaft geformt hat. Diese wäre durch den Bau von Hotels in den 60er-Jahren beinahe vollständig zerstört worden, konnte aber mit Erfolg renaturiert werden. Heute ist das Baden in den natürlichen Becken nicht mehr gestattet, aber mit den Füßen im Wasser ist eine Erkundung möglich. Um trotzdem in den heilsamen Genuss eines Bades im Thermalwasser zu kommen, kann man sich in einem der immer zahlreicher werdenden Hotels jeder Preisklasse in Pamukkale einbuchen. Viele haben eigene Thermal-Schwimmbäder, einige leiten das spezielle Wasser sogar direkt in die Gästezimmer, sodass man in der eigenen Badewanne gesund entspannen kann.Eine besondere Variante ist auch das Baden im Heilschlamm, das sich positiv auf das Hautbild auswirken kann und oft auch bei rheumatischen Beschwerden als lindernd empfunden wird. In den Touristenzentren wie Antalya oder Side, aber auch in großen Städten wie Istanbul haben sich die Hotels mittlerweile auf die steigende Nachfrage nach Wellness-Angeboten eingestellt und erwarten die Besucher mit gut ausgebildetem Personal und individuellen Angeboten.

Ein einmaliges Erlebnis und gleichzeitig das Kennenlernen einer uralten Kultur ist dabei das Hamam, das traditionelle türkische Bad. Seine Tradition reicht bis ins Mittelalter zurück, da der Islam strenge Reinigungsvorschriften vorgibt, denen die Menschen zu Hause oft nicht nachkommen konnten. So entstanden, nach Männern und Frauen getrennt, öffentliche Badehäuser, die auch heute noch in vielen Orten und Städten zu finden sind. Zuerst Schwitzen im Dampfbad (meist auf angewärmten Marmorbänken), dann ein Peeling der Haut mit einem festen Ziegenhaar-Handschuh, Einseifen des Körpers mit zartem Seifenschaum, Abspülen und eine abschließende Ölmassage – das ist der klassische Ablauf eines Hamam-Besuchs, für den man sich gut zwei Stunden Zeit nehmen sollte. Die ist gut investiert für ein herrlich entspanntes Gefühl danach. Durch die Nähe zum Meer erfreut sich in der Türkei auch die Thalasso-Therapie großer Beliebtheit. Dabei werden die Heilkräfte des Meerwassers z. B. bei Algen- und Schlammpackungen sowie warmen Bädern genutzt.

Besondere „Wellness-Specials“ bieten das Side Star Resort in Side, das Crowne Plaza Old City in Istanbul bzw. das Crowne Plaza in Izmir an. Hier werden die Gäste beispielsweise mit einer kostenfreien Massage, einem Hamam-Peeling oder einem Thermalbad empfangen. Diese Angebote sind ausschließlich über den Online-Reiseveranstalter Vtours (www.vtours.de) buchbar.