30.10.11 09:44 Uhr

 

Lissabon

Die Weiße Stadt am Tejo

Quelle: bfs

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Ausdruck

Die weiße Sieben-Hügel-Stadt ist eine der sehenswertesten und vielfältigsten Städte der Welt. Die Metropole vereint die Moderne mit einer langen Geschichte und lädt zum Erkunden und Träumen ein.

(bfs) – Die Hauptstadt Portugals, Lissabon, ist anders als die meisten europäischen Metropolen. Wie sollte es auch sonst sein bei einer Stadt, die der Legende nach von Odysseus gegründet
wurde? Vor allem aber ist Lissabon eine Stadt des lebendigen Kontrastes: Ursprünglich und modern, pulsierend und entspannt, himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt – wie zum Beispiel der traurig anmutende Fado, der portugiesische Schicksalsgesang, der aus den Lokalen der Vergnügungsviertel dringt.

Gerade der portugiesische Winter mit seinen milden Temperaturen bietet sich an, diesen ganz besonderen Charme Lissabons kennenzulernen. Zu dieser Jahreszeit kann man das vielfältige Bild der größten Hafenstadt Portugals abseits der Touristenmassen in seiner unverfälschten Weise erleben.

Die Sieben-Hügel-Stadt lässt sich sehr gut zu Fuß oder mit einer der museumsreifen Straßenbahnen, den sogenannten Electricos, erkunden. Die berühmte Linie 28 hat längst Kultstatus erlangt und befördert auf traditionellen Pfaden Touristen quer durch die historischen Viertel Lissabons, die mit ihren prächtigen Bauten aus der Zeit der Seefahrer und Könige erzählen. Bei keiner anderen Stadtrundfahrt in Europa ist man näher am Volk und näher am Leben. Die Fahrt führt unter anderem in das Geschäfts- und Bankenviertel Baixa Pombalina. Das Stadtviertel liegt im Herzen Lissabons und unmittelbar am Ufer des Tejo. Eingerahmt wird es von der Alstadt Alfama, dem ältesten und zugleich schönsten Bezirk Lissabons, und dem Castelo de São Jorge. Die auf einem Hügel gelegene charmante Zitadelle ist ein magischer Ort mit Gänsen und Enten, die sich in den Gärten vergnügen. Einst wurde es als Festung genutzt, heute ist es ein Zuhause für viele einheimische Familien. Ein Aufstieg zu der Festungsanlage gehört einfach zum touristischen Pflichtprogramm in Lissabon und wird mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Der Blick reicht über die Baixa Pombalina und die Stadt Lissabon hinweg bis zum Horizont. Das Wasser des Tejo verleiht der Stadt mit ihren Palästen und malerischen weißen Wohnhäusern ein unvergleichbares Licht. Wegen ihrer einzigartigen und hellen Ausstrahlung wird Lissabon auch als die Weiße Stadt bezeichnet.
Das Licht, welches die Stadt umgibt, lädt zur Besichtigung weiterer Sehenswürdigkeiten ein, von denen Lissabon unzählige zu bieten hat: Der Rossio ist seit dem Mittelalter einer der wichtigsten innerstädtischen Plätze Lissabons. Der Platz im Norden der Baixa Pombalina wurde ursprünglich von den Einwohnern Praça de Dom Pedro IV, nach dem portugiesischen König Pedro IV benannt. Auf dem Rossio herrscht immer reger Betrieb und auch im Winter spielt sich auf diesem zentralen Platz das gesamte öffentliche Leben ab. Ehemals auch ein Schauplatz für Stierkämpfe und öffentliche Verbrennungen, wird der Platz heute von zahlreichen Geschäften, Restaurants und Straßencafés gesäumt. Für die ‚Lisboetas‘ und für die Besucher der Stadt ist der Rossio ein traditioneller Treffpunkt geblieben.

Das geschäftige Treiben auf dem Rossio kann am besten von der Pastelaria Nicola beobachtet werden. Das traditionsreiche Café ist sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen ein beliebter Ort zum Verweilen. Auf der sonnenbeschienenen Terrasse lässt sich das Ambiente am besten mit einem Espresso und dem Lieblingsgebäck der Portugiesen, Pasteis de Nata, einem reichhaltigen Puddingtörtchen, genießen.

Doch niemand kann wirklich behaupten, die Stadt Lissabon kennengelernt zu haben, ohne mit dem berühmten Personenaufzug Elevador de Santa Justa gefahren zu sein. Die markante Stahl­konstruktion aus dem Jahre 1902 befindet sich unweit des Rossio. Sie verbindet die Unterstadt Baixa Pombalina mit den wesentlich höher liegendenden Oberstadtteilen Chiado und dem quirligen Szene-Viertel Bairro Alto. Trotz langer Wartezeit, sollte man sich nicht davon abhalten lassen, eine langsame und ruckelige Fahrt in 45 Meter Höhe zu wagen. In den alten mit Holz vertäfelten Kabinen fühlt man sich um 100 Jahre zurückversetzt. Oben angekommen, liegt einem die gesamte Innenstadt mit Blick über den Rossio hinüber zur Festung Castelo de São Jorge bis zum Tejo zu Füßen.
Der Stadtteil Bairro Alto ist das Kneipen- und Ausgehviertel Lissabons. Neben zahlreichen Clubs, Bars und Diskotheken gibt es viele kleine Restaurants und Fado-Lokale. Gerade am Wochenende brodelt dort das Nachtleben. Die Einheimischen gehen hier besonders gerne aus und verbringen ihre Abende in den traditionellen Tascas. In den urigen Lokalen trifft man sich zum Plaudern oder um in gemütlicher Atmosphäre den Klängen der Fado-Musik zu lauschen.

Eine eher ruhige Gegend an der Grenze zum lebendigen Bairro Alto ist das gehobene und barocke Viertel Estrela. Dieses ist besonders für seine weiße Basilica da Estrela, eines der schönsten neoklassischen Gebäude der Stadt, und seine großen Gärten und Parkanlagen mit ihrer üppiger Vegetation bekannt. Im idyllischen Park Jardim da Estrela, der auch mittels der berühmten Straßenbahn 28 problemlos erreichbar ist, kann man sich zwischen alten Bäumen und kleinen Seen ideal vom Großstadtstress erholen. Hier befindet sich auch das neu eröffnete 4-Sterne-Hotel Da Estrela, das im einstigen Palast des Grafen von Paraty untergebracht ist. Die Zimmer und Suiten des Boutique-Hotels, die übrigens alle in weiß gehalten sind, wurden von dem Architekten Miguel Cancio Martins entworfen, der für seine Arbeiten wie die Buddha Bar in Paris und das Pacha in Marrakech bekannt ist. Mit einer perfekten Mischung aus modernem und traditionellem portugiesischen Stil bietet das Hotel seinen Gästen nach einem anstrengenden Großstadttag ein luxuriöses Ambiente. Mehr noch: Das Hotel ist durch seine zentrale Lage im Viertel Estrela der perfekte Ausgangspunkt, um die Metropole mit ihrer langen Geschichte und ihren unzählbaren Schätzen zu erkunden.

Lissabon-Reisetipps:

Reisezeit:
Lissabon und seine Umgebung sind zu jeder Jahreszeit ein Reise wert. Im Juli und August kann das Thermometer in der Tejo­­-Metropole durchaus bis auf 30 Grad klettern. Auch die Winter sind besonders mild und beständig.

Anreise:
Aus Deutschland fliegen zahlreiche Chartergesellschaften (z.B. Hapag Llyod, Air Berlin, LTU, Germanwings) Lissabons Flughafen Portela an. Dieser liegt etwa 13 km nordöstlich des Stadtzentrums und ist mit dem Bus sehr gut zu erreichen.

Lissabon erkunden:
Die Stadt selbst kann man gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden: per Bus, mit der Metro oder mit den Electricos. Für weitere Ausflüge in die Umgebung
empfiehlt sich ein Mietwagen.

Mietwagen:
Der Ferienautovermieter CarDelMar bietet Urlaubern weltweit günstige Mietwagen an. Einen Kleinwagen (z.B. Peugot 107) kann man in Lissabon bereits ab 11,55 Euro pro Tag buchen.
Alle aktuellen Specials unter:
www.cardelmar.de

Hoteltipp:
Das luxuriöse 4-Sterne-Hotel Da Estrela:
Rua Saraiva de Carvalho,
35 Lisboa 1250-242 / Portugal
Tel. (+351) 21.190.0100
Fax (+351) 21.190.0199
www.hoteldaestrela.com